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Das HEART Projekt: Gesundheit und Wohlbefinden in der Stadt


Mehr Natur in Städten! Wie Sentinel-Daten helfen, neue Methoden zu entwickeln.

Zusammen mit unserem griechischen Partner GEOSYSTEMS Hellas sind wir an einem EU-Projekt beteiligt, das uns tatsächlich ans Herz wächst: HEART ist der Name des Projektes, und er bedeutet „HEAlthier cities Through blue-green Regenerative Technologies“. Das HEART-Projekt erforscht die gesundheitlichen Bedingungen in Städten und entwickelt integrierte Methoden (Nature Based Solutions NBS) und Technologien für eine moderne Stadtplanung und -revitalisierung.

Das von der Nationalen Technischen Universität Athen (NTUA) koordinierte HEART-Projekt wurde Ende März 2021 gestartet und vereint 19 Partner aus acht Ländern mit Teams aus dem akademischen Bereich und aus verschiedenen Fachgebieten wie Gesundheit, Stadtplanung, Soziologie, Technologie und Innovation sowie Kommunen und ihre Versorgungsunternehmen für Wasser und grüne Infrastruktur. Das Projekt ist auf drei Demo-Standorte fokussiert: Athen (Griechenland), Aarhus (Dänemark) und Belgrad (Serbien). Ein großer Teil der Datenerhebung basiert auf klinischen Studien zu Gesundheit und Wohlbefinden der Bevölkerung in diesen Städten.

Fernerkundliche Methoden spielen in dem interdisziplinären Ansatz von HEART eine wichtige Rolle, und an dieser Stelle kommen wir ins Spiel. Es geht um die Frage, ob und wie Parameter für vorteilhafte Bedingungen für Gesundheit und Wohlbefinden in Satellitendaten abgebildet und automatisch analysiert werden können. Einige Beispiele für solche Parameter sind Wasserflächen und -qualität, Luftqualität, Versiegelung, Hitzeflächen, Vegetationsflächen, -verteilung und -vitalität aber auch Pollenbelastung, Bebauungsdichte und Lärmquellen. Das griechisch-deutsche GEOSYSTEMS-Team hat sowohl Sentinel-Daten für Zeitreihen-Analysen als auch hochauflösende Satellitendaten (z.B. WorldView oder Planet) für Oberflächenmodelle im Blick. Die GEOSYSTEMS Produkte für die automatische Datenvorbereitung inklusive atmosphärischer Korrektur und Wolkenmasken werden zum Einsatz kommen. Die vorgegebenen gesundheitlichen Parameter lassen sich ideal mit dem Spatial Modeler in ERDAS IMAGINE abbilden und dann über mehrere Projektgebiete testen.

Ziel von HEART ist es, unterschiedliche Datenquellen zu fusionieren, human- und physisch-geographische Faktoren im urbanen Umfeld zu berücksichtigen und integrierte Methoden für eine moderne Stadtplanung im Schulterschluss mit Smart Cities-Technologien zu entwickeln. Wir sind sehr stolz, in diesem interdisziplinären Team des HEART-Projekts an der Vision von grünen, gesunden Städten mitzuarbeiten. Das Projekt läuft noch bis in das Jahr 2023.

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